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  • Franz Fedier

  • Erstfeld 17.2.1922, Bern 11.5.2005
  • Geschlecht: männlich
  • Nationalitaet: CH
  • Taetigkeitsfelder: Malerei
  • Jahr von: 1'922
  • Jahr bis: 2'005
Biographie
Werke

Franz Fedier ist einer der bedeutendsten Vertreter der abstrakten Malerei in der Schweiz. In seiner Jugend war er Schüler und später Assistent von Heinrich Danioth; enge Freundschaften verbinden ihn mit Künstlern wie Alberto Giacometti.
Seine frühen abstrakten Arbeiten lassen sich dem Tachismus und dem Informel zuordnen. Dabei sind in seiner Malerei oftmals Aspekte wie Material, Qualität und Beschaffenheit von Farbe und Bildträger wichtiger als die subjektive Geste. Auf eine freie Handschrift verzichtet er ab den 1970er-Jahren vollständig; stattdessen sind sein Gemälde zunehmend von strengen, geometrischen Flächen dominiert. Die Flächen sind durch harte Kanten, die er mittels Klebeband erzeugt, genau voneinander abgegrenzt. Es finden sich Einflüsse von Hard-Edge-Malerei und Minimal Art. In den 1990er-Jahren kommt es zu einer Verbindung der beiden Stile: Zwar bleiben die geometrischen Formen bestehen, jedoch werden die Aussenränder verschwommener und der Duktus wieder malerischer.
1959 nimmt er an der II. documenta in Kassel teil.
Von 1966 bis 1987 ist Fedier Leiter der Malklasse an der Kunstgewerbeschule in Basel, dabei unterrichtet er unter anderem Helmut Federle. Sein künstlerisches Urteil ist auch in seinem Amt als Präsident der Eidgenössischen Kunstkommission 1987 bis 1992 gefragt.

Nicolas Wirth